UNDEAD NOVEL – APOCALYPTICAL
17 Kapitel. 17 Level. Eine Reise immer tiefer hinter die Oberfläche der Welt. Eine Sonnenfinsternis sollte nur wenige Minuten dauern. Doch die Sonne kommt nicht...

17 Kapitel. 17 Level. Eine Reise immer tiefer hinter die Oberfläche der Welt.#
Eine Sonnenfinsternis sollte nur wenige Minuten dauern.
Doch die Sonne kommt nicht zurück.
Aus Minuten werden Stunden.
Aus Stunden werden Tage.
Aus einem astronomischen Ereignis wird ein neuer Zustand der Erde.
Pflanzen verändern sich. Tiere reagieren anders. Menschen verlieren ihren Rhythmus. In den Städten entstehen neue Gewohnheiten, neue Ängste und neue Formen des Lebens unter einem Himmel, der nicht mehr hell wird.
Und mitten darin steht Jordan Bennett.
Ein Mann, der schon vor der Finsternis Dinge gesehen hat, die andere für Zufall hielten.
Muster in Spielautomaten.
Widersprüche in offiziellen Erklärungen.
Seltsame Zahlenfolgen.
Verschwundene Tiere.
Orte, die auf keiner vernünftigen Karte existieren dürften.
Jordan sucht nach Zusammenhängen, obwohl er längst nicht mehr sicher ist, ob seine Fähigkeit, überall Zusammenhänge zu erkennen, seine größte Stärke ist.
Oder sein größtes Problem.
Dann beginnt eine Bootstour.
Und aus einer wissenschaftlichen Expedition wird eine Reise, die ihn von der Oberfläche der Erde bis an einen Ort führt, an dem selbst die Frage nach oben und unten ihre Bedeutung verliert.
EIN BUCH, DAS WIE EIN SPIEL GEBAUT IST#
Das Besondere an UNDEAD NOVEL steckt bereits in seiner Struktur.
Die Geschichte besteht aus 17 Kapiteln.
Doch diese Kapitel sind gleichzeitig als 17 Level gedacht.
Eine Bootsfahrt.
Eine antarktische Forschungsstation.
Die Hohlerde.
Ein Gericht.
Eine medizinische Anlage.
Eine Wetterstation.
Satellite Beach.
Eine Fabrik.
Ein Amt.
Orion Medical.
Ein Kornfeld-Labyrinth.
Ein Landhaus.
Eine Metzgerei.
Ein Seebunker.
Ein verlassenes Dorf.
Arsenal 102.
Und schließlich:
der Mond.
Der Leser folgt damit demselben Weg, den man auch betreten kann.
Das Buch erzählt nicht bloß, was zwischen zwei Zwischensequenzen geschieht. Die Räume selbst gehören zur Erzählung.
Ein Büro ist nicht einfach ein Büro.
Ein Krankenhaus nicht einfach ein Krankenhaus.
Ein Casino nicht einfach ein Ort zum Spielen.
Jedes Level nimmt etwas Vertrautes und verschiebt es nur weit genug, dass plötzlich sichtbar wird, was bereits vorher darin steckte.
JEDES LEVEL STELLT EINE FRAGE#
Noch bevor Jordan einen neuen Abschnitt seiner Reise betritt, steht über jedem Kapitel ein Rätsel.
Nicht als beliebiges Puzzle.
Sondern als Hinweis darauf, worum es in diesem Level eigentlich geht.
Was führt dich, verfolgt dich und verkauft dich gleichzeitig?
Oder:
Was verbindet dich mit allen, aber entfernt dich von dir selbst?
Oder:
Was lässt dich zählen, aber nie ankommen?
Die Antworten liegen nicht einfach am Ende einer Seite.
Sie sind in den Schauplätzen versteckt.
In Gegenständen.
In Gegnern.
In Gesprächen.
Manchmal sogar in etwas, das zunächst wie ein Witz wirkt.
Dadurch besitzt UNDEAD NOVEL zwei Reisen gleichzeitig.
Jordan bewegt sich räumlich von Level zu Level.
Der Leser bewegt sich gedanklich von Frage zu Frage.
Und irgendwann merkt man:
Die Verschwörung ist nicht nur das, was Jordan entdeckt.
Die Verschwörung ist auch die Struktur, mit der er versucht, die Welt zu verstehen.
DIE REISE BEGINNT AUF DEM WASSER#
Kapitel 1 beginnt vergleichsweise harmlos.
Jordan fährt gemeinsam mit Riley Parker und Sierra Foster auf dem Forschungsschiff Polaris hinaus.
Sie wollen ungewöhnliche Veränderungen untersuchen.
Mondpflanzen.
Magnetische Anomalien.
Veränderte Tiere.
Doch bereits auf dem Schiff stimmt etwas nicht.
Räume wirken zu steril.
Eine Leichenhalle ist zu groß.
Gegenstände passen nicht zu einer normalen Forschungsmission.
Und zwischen wissenschaftlichen Beobachtungen, alten Verschwörungstheorien und tatsächlichen Anomalien entsteht eines der Grundprinzipien des Buches:
Jordan liegt nicht automatisch richtig, nur weil etwas merkwürdig ist.
Genau das macht seine Perspektive interessanter.
Manches, was unheimlich aussieht, besitzt eine banale Erklärung.
Anderes sieht banal aus und besitzt überhaupt keine.
Der Leser muss deshalb dieselbe Arbeit leisten wie Jordan:
beobachten, vergleichen, zweifeln.
DIE STATION DAZWISCHEN#
Die Reise führt in die Antarktis.
Dort beginnt die Welt endgültig ihre vertraute Form zu verlieren.
Eine Forschungsstation wirkt zugleich wissenschaftlich, touristisch und vollkommen falsch. Geheimnisse existieren direkt neben Souvenirs. Menschen fotografieren Dinge, deren Bedeutung sie gar nicht verstehen. Aus dem Unbekannten wird Content.
Gerade diese Kombination ist typisch für APOCALYPTICAL:
Das Geheimnis verschwindet nicht, wenn es öffentlich wird. Es kann einfach zur Attraktion werden.
Ein Artefakt kann möglicherweise die Geschichte der Menschheit verändern.
Und jemand stellt sich trotzdem zuerst davor, um ein Foto von sich zu machen.
Das Unbegreifliche und das Banale existieren nebeneinander.
Und vielleicht ist gerade das realistischer als eine Welt, in der bei jeder großen Entdeckung plötzlich alle Menschen ehrfürchtig schweigen.
DIE HOHLERDE – UND DER MENSCH IM KÄFIG#
Je tiefer Jordan gelangt, desto stärker kehrt sich seine Perspektive um.
In der Hohlerde entdeckt er Orte, die menschliche Vorstellungen von Macht, Geschichte und Zivilisation auf den Kopf stellen.
Besonders auffällig ist der Menschenzoo.
Menschen verschiedener Kulturen befinden sich dort nicht einfach hinter Gittern.
Sie führen Tätigkeiten aus, die ihre Kultur repräsentieren sollen.
Sie werden zu Ausstellungsstücken ihrer eigenen Identität.
Das ist ein wesentlich interessanteres Bild als ein gewöhnlicher Alien-Käfig.
Denn es stellt eine unangenehme Frage:
Was bleibt von einem Menschen übrig, wenn jemand anderes entscheidet, welcher Teil seiner Kultur ihn repräsentieren soll?
Der Mensch wird nicht nur eingesperrt.
Er wird kategorisiert.
DAS GERICHT – WENN EIN SMARTPHONE ZUR STRAFE WIRD#
Später landet Jordan vor Gericht.
Seine Fotos werden geprüft.
Seine Geschichten bezweifelt.
Seine Beweise könnten manipuliert sein.
Gefiltert.
Vielleicht sogar künstlich erzeugt.
Damit dreht das Buch ein klassisches Verschwörungsmotiv geschickt um:
Was passiert in einer Welt, in der tatsächlich etwas Unglaubliches geschieht – aber gleichzeitig jede Aufnahme problemlos gefälscht werden könnte?
Wie beweist man Wahrheit, wenn ein perfekter Beweis genauso aussehen kann wie eine perfekte Fälschung?
Und dann erhält Jordan eine der absurdesten Strafen des Buches:
ein Smartphone.
Nicht als Kommunikationsgerät.
Sondern als permanentes Auge.
Es beobachtet.
Registriert.
Bewertet.
Jordan darf sich bewegen.
Er ist also technisch gesehen frei.
Doch genau dadurch entsteht eine viel modernere Form des Gefängnisses:
Kontrollierte Freiheit.
Die Mauern müssen nicht mehr um den Menschen herumstehen.
Man kann sie ihm einfach in die Tasche legen.
DAS HERZ GEGEN DIE VERNUNFT#
Im selben Gericht taucht eines der merkwürdigsten Wesen des Buches auf:
eine humanoide Gestalt mit einem offen sichtbaren, gewaltigen Herzen.
Und plötzlich stehen sich zwei Arten des Urteilens gegenüber.
Berechnung.
Und Empfindung.
Rationalität.
Und Intuition.
Das Herz ist dabei nicht einfach automatisch „gut“.
Es ist gewaltig.
Instinktiv.
Unberechenbar.
Genau deshalb funktioniert das Bild.
APOCALYPTICAL behauptet nicht einfach, Gefühl sei besser als Vernunft.
Es fragt vielmehr:
Was geschieht, wenn eines von beiden glaubt, allein über Wahrheit entscheiden zu können?
WENN DAS LÄCHERLICHE PLÖTZLICH FUNKTIONIERT#
Dann kommt der Aluhut.
Eine der bekanntesten Karikaturen des Verschwörungstheoretikers.
Etwas, über das man lacht.
Bis Jordan tatsächlich Aluminiumfolie benutzt – und etwas geschieht.
Das ist ein kleiner, aber sehr typischer APOCALYPTICAL-Moment.
Das Buch spielt nicht einfach die Verschwörung als Wahrheit aus.
Es spielt mit dem unangenehmeren Gedanken:
Was wäre, wenn ausgerechnet das Symbol, mit dem man jemanden lächerlich macht, in einer völlig anderen Realität plötzlich einen praktischen Zweck hätte?
Der Witz bleibt bestehen.
Aber er verliert seine Sicherheit.
DIE WETTERSTATION – WER PRODUZIERT WIRKLICH REALITÄT?#
In der TV-Wetterstation verschiebt sich das Thema von körperlicher Kontrolle zu öffentlicher Wahrnehmung.
Jordan findet keine klassische Nachrichtenredaktion mehr.
Er findet eine Maschine für Wirkung.
Kandidaten werden nicht zu Persönlichkeiten ausgebildet.
Sie werden zu Marken.
Perfekte Kleidung.
Perfekte Zähne.
Perfekte Antworten.
Menschen beziehungsweise Wesen, die nicht darauf trainiert werden, wahr zu sein.
Sondern glaubwürdig zu wirken.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Denn die Frage lautet nicht:
„Sind Medien wahr oder falsch?“
Sie lautet:
„Was passiert, wenn Wirkung wertvoller wird als Wahrheit?“
SATELLITE BEACH – VERBUNDEN UND TROTZDEM ALLEIN#
Satellite Beach taucht im Buch immer wieder auf.
Dadurch wird der Ort zu mehr als einem Level.
Er ist Ausgangspunkt.
Erinnerung.
Verbindungspunkt.
Fast wie ein Speicherort der gesamten Geschichte.
Das Kapitel trägt die Frage:
Was verbindet dich mit allen, aber entfernt dich von dir selbst?
Damit wird aus dem Strand ein Ort, an dem Vernetzung, Beobachtung, Gier nach Bildern und kollektive Reaktion aufeinandertreffen.
Menschen riskieren ihr Leben für das letzte Foto.
Alien-Traps werden zu Kultobjekten.
Und eine Sternfestung versucht schließlich, etwas aufzuhalten, das längst viel größer geworden ist als eine einzelne Bedrohung.
DIE FABRIK – WENN CONTENT KEINEN MENSCHEN MEHR BRAUCHT#
In der Fabrik wird eine Idee besonders interessant, die direkt mit den Cosmic Coins zusammenhängt.
Wenn Content Wert besitzt:
Warum sollte man darauf warten, dass Menschen ihn produzieren?
Maschinen können Texte erzeugen.
Bilder.
Musik.
Welten.
Gedankenähnliche Produkte.
Ununterbrochen.
Und damit entsteht plötzlich ein Problem, das weit über einen klassischen Roboteraufstand hinausgeht.
Wenn menschliche Kreativität zur Währung wird – was geschieht mit dem Menschen, sobald Maschinen dieselbe Währung schneller herstellen können?
Der Roboter ersetzt damit nicht bloß Arbeit.
Er bedroht den Wert dessen, was bisher als spezifisch menschlich galt.
DAS AMT – BÜROKRATIE ALS MONSTER#
Andere Geschichten würden an dieser Stelle einen Alien-Tempel bauen.
UNDEAD NOVEL baut ein Amt.
Und gerade deshalb funktioniert das Kapitel.
Cosmic Coins werden gezählt.
Verwaltet.
Besteuert.
Kategorisiert.
Das System besitzt Regeln, selbst während draußen die Welt auseinanderbricht.
Schließlich wird die Bürokratie buchstäblich zu einem Monster.
Eine Spinnenkreatur bewegt sich durch ein Netz aus Gängen und Akten, fast als wäre sie nicht bloß Bewohnerin des Gebäudes, sondern dessen körpergewordene Logik.
Das Netz ist dadurch nicht nur Spinnennetz.
Es ist Verwaltung.
Finanzsystem.
Algorithmus.
Ein System, das irgendwann weiterläuft, obwohl niemand mehr weiß, für wen.
ORION MEDICAL – SCHÖNHEIT BIS INS GRAB#
Orion Medical beschäftigt sich mit einem anderen menschlichen Bedürfnis:
dem Wunsch, den eigenen Körper kontrollieren zu können.
Schöner.
Jünger.
Perfekter.
Selbst die Untoten tragen noch die Spuren dessen, wie sie aussehen wollten.
Aufgespritzte Lippen.
Optimierte Gesichter.
Konservierte Körper.
Das Bild ist makaber, aber die eigentliche Aussage liegt tiefer:
Wenn der eigene Wert zu stark an einer Oberfläche hängt, endet das Vergleichen nicht automatisch dort, wo der Körper längst zerfällt.
Der Zombie behält das Schönheitsideal.
Nur der Mensch dahinter verschwindet.
DAS KORNFELD – DER ALUHUT WIRD ZUR UNIFORM#
Dann trifft Jordan auf die F.E.A. – Flat Earth Army.
Eine Gruppe aus Menschen, die jahrelang belächelt wurde.
Prepper.
Hacker.
Alternative Denker.
Verschwörungssucher.
Menschen mit Scheuklappen und Aluminium auf dem Kopf.
Doch ihre Lächerlichkeit besitzt plötzlich einen Vorteil:
Sie haben gelernt, offiziellen Erklärungen nicht automatisch zu vertrauen.
Das Buch macht sie dabei nicht einfach zu den heimlichen Genies, die „immer recht hatten“.
Das wäre zu einfach.
Ihr Wissen und ihr Wahnsinn existieren gleichzeitig.
Und genau dadurch entsteht eine interessante Grauzone:
Misstrauen kann schützen.
Aber Misstrauen allein erzeugt noch keine Wahrheit.
LANDHAUS, METZGEREI UND SEEBUNKER#
In den folgenden Leveln werden die Themen körperlicher.
Tiere werden zu Versuchsanordnungen.
Wetten verwandeln Bewegung in Belohnung.
Space-Food stellt die Grenze zwischen Nahrung, Lebewesen und Verwertung infrage.
Und im Seebunker führt die Suche nach Freiheit schließlich in eine andere Richtung:
Was passiert, wenn man nicht nur aus einem System verschwinden möchte –
sondern sogar aus dem eigenen Körper?
Astralreisen, falsche Identitäten und die Vorstellung, offiziell „niemand“ zu sein, greifen dabei ein Motiv auf, das Jordan bereits am Anfang begleitet:
den Wunsch, aus seinem eigenen Leben auszusteigen.
Nur stellt sich immer wieder heraus, dass ein Ausgang nicht automatisch Freiheit bedeutet.
Manchmal ist er nur der Eingang in ein anderes System.
DAS DORF – WER HAT WEN ERSCHAFFEN?#
Im fünfzehnten Kapitel erreicht das Ancient-Alien-Motiv seinen stärksten Punkt.
Pyramiden.
Alte Tafeln.
Himmlische Wesen.
Genetische Eingriffe.
Die Frage nach dem Ursprung des Menschen.
Doch auch hier ist die interessanteste Wendung nicht einfach:
„Aliens haben die Menschen erschaffen.“
Viel entscheidender ist die Verschiebung des Selbstbildes.
Der Mensch verbringt seine Geschichte damit, nach Schöpfern zu suchen.
Und wenn er tatsächlich Spuren von ihnen findet, bedeutet das nicht automatisch Erlösung.
Denn ein Schöpfer muss sein Werk nicht lieben.
Vielleicht betrachtet er es lediglich als:
Werk.
ARSENAL 102 – EVOLUTION ALS EXPERIMENT#
Arsenal 102 führt diese Idee weiter.
Hier wird Evolution selbst zur Versuchsanordnung.
Tiere lernen durch Belohnung.
Körper werden verändert.
Vergangenes wird rekonstruiert.
Die Grenze zwischen Anpassung und Manipulation zerfällt.
Besonders passend ist ein kleines Experiment mit einem Fisch, der lernt, ein fahrbares Aquarium durch seine eigenen Bewegungen zu steuern.
Der Fisch erhält dadurch scheinbar mehr Freiheit.
Doch er tut exakt das, was ihm durch Belohnung beigebracht wurde.
Damit steckt in einem bizarren Laborversuch dieselbe Frage wie im gesamten Roman:
Wenn du dich frei bewegst – bedeutet das automatisch, dass du selbst entschieden hast, wohin?
UND DANN: DER MOND#
Nach 16 Leveln führt die Reise dorthin, wo viele der vorherigen Geschichten bereits hingedeutet haben.
Zum Mond.
Doch selbst hier wird das große Mysterium nicht einfach zu einer Antwortmaschine.
Jordan findet Strukturen.
Muster.
Organisationen.
Eine andere Infrastruktur.
Und einen Mond, der auf eine Weise reagiert, die eine der ältesten Fragen des Buches wieder aufnimmt:
Ist das, was wir betrachten, wirklich Natur – oder lediglich etwas, dessen Konstruktion wir nicht mehr erkennen?
Damit schließt das siebzehnte Kapitel nicht einfach eine Reise ab.
Es wirft alles zuvor Erlebte noch einmal zurück auf Jordan.
Und auf den Leser.
Denn spätestens hier wird die wichtigste Frage von APOCALYPTICAL nicht mehr:
„Welche Verschwörung ist wahr?“
Sondern:
„Wie erkennen wir überhaupt noch, was Wirklichkeit ist?“
JORDAN BENNETT – DER MANN, DER ZWEIFELT#
Das vielleicht Wichtigste an Jordan ist deshalb, dass er kein klassischer Actionheld ist.
Seine größte Fähigkeit ist gleichzeitig seine größte Gefahr.
Er zweifelt.
Er sucht.
Er verbindet Dinge.
Er bemerkt Muster.
Manchmal rettet ihn das.
Manchmal führt es ihn direkt in die nächste Katastrophe.
Und während um ihn herum immer mehr Menschen ihren eigenen Willen verlieren, geschieht mit Jordan etwas Merkwürdiges:
Er kann nicht vollständig zu dem werden, was aus den anderen wird.
Warum, gehört zu den Dingen, die APOCALYPTICAL nicht sofort beantwortet.
Denn das Entscheidende ist zunächst nicht die Erklärung.
Sondern die Tatsache, dass ein System, das scheinbar jeden Menschen erfassen kann, an einem einzelnen Menschen Schwierigkeiten bekommt.
Und ausgerechnet dieser Mensch ist jemand, der sein ganzes Leben lang daran gezweifelt hat, ob mit ihm selbst etwas nicht stimmt.
17 LEVEL – ABER NUR EINE FRAGE#
UNDEAD NOVEL wirkt auf den ersten Blick wie eine wilde Reise durch sämtliche Abgründe moderner Verschwörungskultur:
UFOs.
Hohlerde.
Antarktis.
Ancient Aliens.
Geheime Labore.
Gedankenkontrolle.
Kornkreise.
Astralreisen.
Ein hohler Mond.
Doch diese Motive sind weniger wichtig als das, was sie miteinander verbindet.
Fast jedes Level handelt auf seine eigene Weise von derselben Grenze:
Wo endet der eigene Wille – und wo beginnt etwas, das uns lenkt?
Ein Algorithmus kann lenken.
Geld kann lenken.
Angst kann lenken.
Schönheit kann lenken.
Belohnung kann lenken.
Information kann lenken.
Ein gesellschaftlicher Konsens kann lenken.
Und selbst die eigene Suche nach Wahrheit kann irgendwann zu einem System werden, dem man nur noch folgt.
Darum ist der Zombie in APOCALYPTICAL nicht bloß ein Gegner.
Er ist der Endpunkt einer Frage:
Was bleibt von einem Menschen übrig, wenn Reaktion irgendwann vollständig das Denken ersetzt?
APOCALYPTICAL IST NICHT NUR ZUM LESEN GEDACHT#
Und genau hier bekommt die Verbindung zum Spiel ihre eigentliche Bedeutung.
Die 17 Kapitel sind nicht nur Stationen in Jordans Geschichte.
Sie sind Räume.
Level.
Orte, an denen Ideen physisch werden.
Der Leser stellt sich ein Amt vor.
Der Spieler betritt es.
Der Leser erfährt von einer Sternfestung.
Der Spieler muss durch sie hindurch.
Der Leser sieht Jordan immer tiefer in eine Welt geraten, deren Regeln er nicht versteht.
Im Spiel übernimmt man seine Position.
Dadurch erhält die zentrale Idee von APOCALYPTICAL eine zusätzliche Ebene:
Im Buch beobachtet man Jordan, wie er einem System folgt.
Im Spiel ist man selbst derjenige, der den vorgegebenen Weg entlanggeht.
Man folgt Markierungen.
Sammelt Dinge.
Erfüllt Aufgaben.
Reagiert auf Signale.
Und vielleicht ist genau das der passendste Widerspruch für eine Geschichte über freien Willen:
Ein Spiel gibt dir Freiheit.
Aber nur innerhalb einer Welt, deren Regeln bereits jemand anderes geschrieben hat.
UNDEAD NOVEL – APOCALYPTICAL STORY ist das zentrale erzählerische Fundament von APOCALYPTICAL: eine Science-Fiction-Horror-Reise durch 17 Kapitel und 17 Level, in der Verschwörungstheorien, gesellschaftliche Beobachtungen, Alien-Mythologie und klassische Zombie-Motive zu einer einzigen Frage zusammenlaufen:
Wie viel von dem, was wir für unser eigenes Leben halten, haben wir tatsächlich selbst gewählt?
Jordan Bennett sucht nach der Wahrheit hinter einer verschwundenen Sonne.
Doch je weiter er kommt, desto gefährlicher wird eine andere Möglichkeit:
Vielleicht war die Wahrheit nie versteckt.
Vielleicht waren wir nur zu beschäftigt, um hinzusehen.






