Infernum 7 Antarktis-Station
Infernum 7 ist eine abgelegene Forschungs- und Bohrstation auf der Oberfläche der Antarktis. Zwischen endlosen Eisflächen, schweren Antennen und vereisten Industrieanlagen wirkt sie zunächst wie...

Infernum 7 ist eine abgelegene Forschungs- und Bohrstation auf der Oberfläche der Antarktis.
Zwischen endlosen Eisflächen, schweren Antennen und vereisten Industrieanlagen wirkt sie zunächst wie eine besonders große wissenschaftliche Station. Ihre Gebäude stehen sichtbar auf dem antarktischen Boden und sind durch geschlossene Übergänge, Wartungstunnel und technische Plattformen miteinander verbunden.
Der eigentliche Zweck von Infernum 7 befindet sich jedoch nicht auf der Oberfläche.
Im Zentrum der Station beginnt ein Weg nach unten.
Die Antarktisstation#
Infernum 7 wurde offiziell zur Untersuchung geologischer Anomalien errichtet. Messgeräte überwachen Bewegungen im Gestein, magnetische Abweichungen und Signale aus ungewöhnlicher Tiefe.
Ein großer Teil der Anlage besitzt weiterhin das Aussehen einer menschlichen Forschungsstation:
- vereiste Wohn- und Arbeitsmodule
- Funk- und Radaranlagen
- Bohrtechnik
- Kontrollräume
- Lagerhallen
- Werkstätten für schwere Fahrzeuge
Doch verschiedene Bereiche passen nicht zu diesem offiziellen Zweck.
Einige Türen sind für Menschen unnötig groß. Kabel führen in Anschlüsse, deren Material unbekannt ist. Alte Stationspläne zeigen Räume, die in der realen Anlage nicht existieren, während andere Gänge auf keiner Karte verzeichnet sind.
Infernum 7 untersucht den Untergrund nicht mehr nur.
Die Station verwaltet einen Zugang zu ihm.
Der Schrottplatz#
Am Rand der Station liegt ein gewaltiger Schrottplatz.
Dort sammeln sich beschädigte Bohrfahrzeuge, alte Forschungsgeräte und Überreste fremdartiger Maschinen. Manche Wracks sehen aus wie abgestürzte Fluggeräte. Andere besitzen keine erkennbare Vorderseite, keinen Motor und keine Konstruktion, die nach menschlichen Regeln funktionieren dürfte.
Zwischen Eis, Metall und auseinandergerissenen Hüllen entdeckt Jordan dieselben Muster, die er bereits in Cosmic Coins gefunden hat.
Sie verlaufen nicht nur über die Oberfläche.
Sie setzen sich durch das gesamte Material fort.
Als Jordan eine entladene Coin-Hülle an ein beschädigtes UFO-Bauteil hält, reagiert das Material. Es schmilzt nicht und wird auch nicht verschweißt. Die beschädigte Hülle nimmt es auf.
Risse schließen sich.
Fehlende Strukturen setzen sich fort.
Das Material scheint zu wissen, was der Maschine fehlt.
Hier erkennt Jordan endgültig, was Cosmic Coins wirklich sind:
Sie sind kein Geld.
Sie sind Ersatzteile.
Der Schrottplatz wird damit zu einer entscheidenden Fundstelle für MAGPIE. Zwischen den Überresten toter Maschinen findet Jordan genug Material, um eine davon wieder zum Leben zu erwecken.

Die Infernum-7-Bohrfahrzeugrakete#
Im Zentrum der Station befindet sich die Infernum-7-Rakete.
Trotz ihres Namens startet sie nicht in den Himmel. Sie ist eine Verbindung aus Rakete, Bohrfahrzeug und unterirdischem Transportsystem.
Das Fahrzeug steht senkrecht über einem gewaltigen Schacht. Seine Spitze zeigt nach unten.
Beim Start werden schwere Halterungen gelöst. Bohrsegmente beginnen zu rotieren, während Triebwerke das Fahrzeug tiefer in den Untergrund drücken. Die Rakete bewegt sich durch Eis und Gestein, bis sie vorhandene Tunnel und künstlich erweiterte Schächte erreicht.
Ihr Ziel ist nicht der Weltraum.
Ihr Ziel ist die Hohlerde.
Innerhalb von Infernum 7 wird die Fahrt nicht als Absturz oder Abstieg bezeichnet. Auf den Anzeigen erscheint sie als reguläre Reiseroute.
SURFACE
BORE ACCESS
LOWER LEVEL
INNER TRANSIT
Für die Betreiber der Station ist die bekannte Erdoberfläche offenbar nur eine von mehreren Ebenen.
Der Kontrollraketenstartraum#
Der Start der Infernum-7-Rakete wird aus einem abgeschotteten Kontrollraum überwacht.
Dort stehen alte Bedienpulte neben deutlich neuerer, fremdartiger Technik. Mechanische Schalter, Röhrenmonitore und analoge Anzeigen wurden mit schwarzen Oberflächen, unbekannten Symbolen und Systemen verbunden, die auf Cosmic Coins reagieren.
Über den Bildschirmen laufen keine gewöhnlichen Höhenangaben.
Die Zahlen werden beim Start kleiner.
Je weiter die Rakete fährt, desto tiefer wird die angezeigte Ebene.
Vor der Freigabe überprüft das System nicht nur das Fahrzeug. Es registriert auch alle Personen an Bord, ihre Geräte und mitgeführten Gegenstände.
Ein Hinweis erscheint wiederholt auf den Monitoren:
ONE ACCOMPANYING PERSON MAY REMAIN DURING DESCENT.
Ob damit ein menschlicher Begleiter, ein technischer Beobachter oder etwas anderes gemeint ist, bleibt unklar.
Nach der Freigabe schließen sich die Halterungen um die Rakete. Warnlichter beginnen zu blinken, und der gesamte Kontrollraum wird von einem tiefen mechanischen Rhythmus erfüllt.
Dann öffnet sich der Schacht.
Der Weg in die Hohlerde#
Die Reise beginnt auf der sichtbaren Oberfläche der Antarktis.
Doch schon nach kurzer Zeit verschwinden Tageslicht, Funkverbindungen und gewöhnliche Orientierungspunkte. Die Außenkameras zeigen zunächst Eis, danach dunkles Gestein und schließlich Strukturen, die nicht natürlich entstanden sein können.
Der Weg führt an versiegelten Ebenen, alten Wartungsanlagen und verlassenen Zwischenstationen vorbei.
Manche wurden von Menschen gebaut.
Andere waren bereits dort.
Infernum 7 ist deshalb nicht nur eine Forschungsstation und auch nicht einfach ein Eingang zur Hohlerde.
Sie ist eine Grenzanlage zwischen zwei Welten.
Ob sie errichtet wurde, um den Weg nach unten zu öffnen oder um etwas am Aufstieg zu hindern, ist nicht bekannt.






