in Steuerpult im Zwielicht des Alls.
Ein einzelner Pilotensitz, eine Hand am Kontrollhebel, daneben eine dampfende Tasse Kaffee – halb getrunken, halb vergessen. Die Anzeigen leuchten schwach, die Knöpfe tragen Beschriftungen, die an eine vergangene Technik erinnern: analog, robust, vertraut.
Draußen, jenseits des Cockpits, schweben Sterne in endloser Stille. Keine Raumstation, kein Ziel, keine Bewegung – nur der leise Verdacht, dass die Maschine längst im Autopilot-Modus fliegt.

Auf einem der Monitore blinkt eine Schriftzeile, kaum lesbar, wie aus einem Werbespot aus der Zukunft:
„SPACE RIDE – A PRIVATE UFO FOR EVERYONE“

Die Hand am Hebel wirkt routiniert, fast gleichgültig.
Vielleicht ist das hier kein Abenteuer mehr, sondern Alltag.
Interpretation und Bedeutung
„Space Ride“ zeigt nicht die Zukunft der Raumfahrt, sondern ihre Banalität.
Was einst das Symbol des Unbekannten war – das UFO, das Zeichen für Kontakt, Gefahr oder göttliche Neugier – ist hier zum Gebrauchsgegenstand geworden. Ein privates Transportmittel. Ein Fahrzeug für den interstellaren Pendelverkehr.
Die Zeichnung wirkt wie ein Archivfoto aus einer Ära, in der jeder ein eigenes UFO besitzt – individuell konfiguriert, versichert, gewartet. Der Kosmos ist nicht mehr Ort des Staunens, sondern Ziel des Pendelns. Der Mensch ist angekommen, aber es gibt nichts mehr zu entdecken.
Die Kaffeetasse im Vordergrund ist das stärkste Symbol:
Der Alltag hat das Unbegreifliche verschluckt.
Selbst im All trinkt man Kaffee, scrollt durch Menüs, wartet auf Ankunftszeiten.
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